Dotti

 

Dotti, du kleine, liebe, mollige Dotti -

du bist so krank und weisst es nicht...

Hoffentlich koennen wir dich noch lange bei uns behalten!

...und hier ein Videoclip von Dotti und Rudi:

Katzenliebe

Dotti kam Anfang Juli 2002 zu uns. Sie kam -wohlbehuetet- bei meiner Nachbarin und Freundin Siglinde Mitte April 2002 zur Welt. Itzi, Dottis Mutti, war eine sehr liebevolle Katzenmutter.

Dass Dotti zu uns kam, erfreute besonders den 2 Jahre alten Rudi, fuer den unser Moritz -inzwischen 15 Jahre- kein geeigneter Partner zum jagen und spielen war. Dotti freundete sich aber auch sofort mit Moritz an und versuesste seine letzen Tage; denn Moritz starb am 22. Juli. Er hatte einen schmerzhaften Tumor auf seiner kleinen Nase, wog keine 2 Kilo mehr und mit Hilfe unsrer Tieraerztin ließen wir ihn über die Regenbogenbruecke gehen.

Nun waren Rudi und Dotti allein und tollten und spielten und schmusten den ganzen Tag miteinander - ein ideales Gespann!

Nach einiger Zeit fiel uns auf, daß Dotti extrem viel Wasser trank; und entsprechen riesig waren ihr Pinkelklumpel. Bei einem Tierarzt-Termin erzaehlten wir davon, fanden es eigentlich spassig. Unser Tierarzt-Ehepaar wurde jedoch sofort hellhoerig. Dottis Blut wurde untersucht und es stellte sich heraus, daß sie unter einer angeborenen Nieren-Insuffizienz litt. Nun fanden wir das ganz und gar nicht mehr spassig...

Ab dato bekam Dotti Medikamente - 3x am Tag und ein viertes zusaetzlich an jedem 4. Tag; ausserdem eine spezielle Nahrung fuer niernkranke Katzen. Ihre Lebenserwartung wurde auf ca. 7 Jahre geschaetzt. Wir fuehlten uns gar nicht gut bei diesem Gedanken...

Dotti wuchs heran zu einer absolut liebenswerten Mieze. Sie kackte nicht ins Bad (so wie Tabsi ab und an) und sie bepinkelte auch nicht unser Bett (wie Rudi es manchmal tut). Sie nahm ohne jegliche Mucken ihre Medikamente; als wuesste sie, was gut fuer sie ist. Irgendwann begann sie, Wollbaellchen zu apportieren. Aufgeregt maunzend kam sie, mit dem Balli im Maeulchen, zu uns und schaute erwartungsvoll, dass wir es auch werfen sollten. Sie flitzte dem Balli nach, spielte einen Moment und brachte es, damit wir es wieder werfen konnten, zurueck. Sie liebt diese Spiel! Immer wieder verschwanden die Ballis, und ich machte ihr neue aus Angora-Wolle, die sich, heiss gewaschen, verfilzten und somit perfekt zum spielen waren.

Wir liessen ihre Nierenwerte immer wieder mal ueberpruefen und sie blieben ueber die Jahre recht bestaendig - Dotti ging es gut. Man bemerkte -ausser dem Durst und den riesigen Pinkelklumpen- gar nicht, dass sie krank war.

Im November nahmen wirTabsi, die Katze meiner Mutti, zu uns, nachdem meine Mutti gestorben war. Dotti und Rudi, auch keine anderen Katzen gewohnt, standen ihr mit Skepsis gegenueber. Sie einigten sich auf eine Art Gentlemen's Agreement.

Und am 22. Oktober 2009 kam Stefan von der Arbeit nach Hause mit einem winzigen Kätzchen, gerade mal 4 Wochen alt - Hummel. Hummel wurde von Dotti und auch von Rudi sofort akzeptiert. Wenn Hummel gegenueber Dotti zu uebermuetig wurde, setzte es eine Backpfeife von Dotti, die somit die Katzenerziehung in die Pfote nahm. Rudi uebernahm den Part des jagens, herumtobens und der Balgerei. Hummelchen hat noch keine eigene Website, dafür gibt es hier eine ganze Menge Fotos und Movies von ihr zu sehen!

Ende April 2010 fuhren wir mit Dotti wieder zum Tierarzt; sie hatte Durchfall und das ziemlich heftig. Der Tierarzt wies uns daruf hin, daß wir schon lange keine Blutuntersuchung mit Dotti mehr gemaht haetten. Eigentlich hielten wir es fuer unnoetig, was der Tierarzt im Grunde genommen aus bestaetigte. Rein zu unserer Beruhigung liessen wir eine Blutuntersuchung machen.

Wie bereits erwartet: ihre Nierenwerte hatte in all' den Jahren kaum veraendert; was uns sehr zufrieden machte. Es gab jedoch einen Punkt ueber den war der Tierarzt richtig erschrocken: den Kalzium-Wert. Der lag naemlich gute 30 Punkte ueer dem Maximum. Und der Tierarzt sagte, bei einem solch hohen Wert bimmelt es bei ihm Alarm; das koenne naemlich nur eines bedeuteten: einen Tumor. Ich brauche nicht zu sagen, wie erschrocken und wie entsetzt wir waren und vereinbarten direkt einen Termin zum roentgen und zum Ultraschall.

Beide Untersuchungen trieben uns die Traenen in die Augen: Dotti hat Krebs und bereits Metastasen in Lunge, Leber....

Was nun tun? Einfach stehen und gucken, wie die Suesse zugrunde geht? Das ist nicht unser Ding! Und als uns die Tieraerztin anrief (so tolle Tieraertze sind das - kuemmern sich weit ueber die Praxiszeiten hinaus um ihre kleinen Paienten!) und sagte, dass es ein Medikament gaebe, was bei Hunden -aber noch nicht bei Katzen- nachweislich erfolgreich getestet worden war: Metacam. Eigentlich ist Metacam ein Schmerzmittel und Tabsi bekommt es, weil ihr vor Jahren gebrochener Schwanz ab und an Schmerzen verursachte....

Da waren wir aber sofort dabei - die Tropfen hatten wir doch ohnehin im Haus! Und sollten sie auch nicht gegen den Krebs und die Metastasen wirken, so hatten wir wenigstens das gute Gefuehl, von vornherein dagegen zu tun, falls Dotti Schmerzen haben sollte. Taeglich ein Tropfen - mehr nicht, dennn das Medikament ist nicht magenfreundlich.

Bislang konnten wir in Dottis Verhalten keinerlei Aenderung feststellen; sie futtert und schmust und apportiert Ballies. Ende Juli 2010 werden wir sie, 3 Monate nach der Diagnostik, wieder roentgen lassen. Wir hoffen sehr, dass die Therapie anschlaegt! Dotti ist nun ein Versuchskaninchen und wir sind der Meinung, dass es nicht nur fuer sie, sondern auch allen anderen krebskranken Katzen von Nutzen sein wird. Wir hoffen, dass Dotti noch lange bei uns bleiben wird!